Freitag, 21. Dezember 2007
Aus dem fernen Westen Kanadas ...
Samstag, 24. November 2007
Ein Hauch von Winter
und so vermischen sich Laub und Schnee.
Sonntag, 18. November 2007
Nachtrag: Dokus
Montag, 12. November 2007
Keine Zeit oder Ein ausgefüllter Alltag
Sonntag, 28. Oktober 2007
Wer bist du, woher kommst du ... Wer bin ich eigentlich?
Zwei Wochen später sitze ich an einem Küchentisch in einem Häuschen am Rande Torontos. Während sich zwei Katzen durchs Haus jagen, diskutieren wir mit einer Argentinierin über Deutsche Identität, den Nationalsozialismus, die Deutsche Wiedervereinigung und die vielleicht alles entscheidende Wende: die Fußball WM 2006. Zwei Stunden später finde ich mich in meinem Zimmer unterm Dach wieder, im Hintergrund das Rauschen des kleinen elektrischen Ofens, während ich die das Interview mit einem NPD-Politiker transkribiere und später die Werbekampagne "Du bist Deutschland" übersetze. Das Endprodukt: eine Dokumentation über Deutsche Identität und ich darf die Übersetzungsarbeit leisten. Eine spannende Aufgabe, bei der ich schon wieder den so oft gestellten Fragen begegne.


Donnerstag, 11. Oktober 2007
Warum nicht ...!?
Ich hatte mal erwähnt, das ich euch hin und wieder über meine neusten literarischen Erlebnisse berichten würde. Noch immer beschäftige ich mich mit der Literatur der Native Americans und zwei Ansichten, die innerhalb dieser Kulturen existieren, faszinieren mich ganz besonders. Da ist zum einen "Warum nicht?" anstatt "Warum?": "The whole difference between Native people and White people can be summed up in that one, single three letter word. 'Why?' White people are so preocupied with why everything works. Why was the universe created? Why is the sky blue? Why do dogs drool when you ring a bell? 'Why' is their altar of worship. Their whole civilization is based on finding out why everything does everything. [...] 'Why not?' That's it. That's the answer. Why was the universe created? Why not? Why do leopards have spots? Why not? ... Instead of asking yourself 'why', you should try 'why not.'" - Ja, natürlich, es ist gut zu hinterfragen, denn hätten das Kopernikus, da Vinci und Co nicht getan, wo wären wir dann heute? Andrerseits hat diese "Why not" - Sichtweise doch auch seine Reize, sie scheint entspannter, gelassener, spontaner ... .
dabei raus kam, hab ich auf zahlreichen Fotos dokumentiert. Der Ausflug hat sich gelohnt, trotz dreieinhalb stündiger Anfahrt und Nieselregen. Die Farben hätten lebendiger nicht sein können und zum krönenden Abschluss hat uns sogar ein Hirsch mit prächtigem Geweih vom Straßenrand aus begrüßt, oder sollte ich besser sagen, uns eine gute Nacht gewünscht!? Wir sind hier in Toronto gegen 8 Uhr aufgebrochen. Nach einem kurzen Stop im letzten Tim Hortons (original kanadischer Fast Food Bäcker, aber erschwinglich) haben wir das übrige Tageslicht für eine kleine Wanderung genutzt, die uns an Seen und Flüssen vorbei durch einen kunterbunten Mischwald geführt hat. Statt Sonne haben uns die grell gefärbten Blätter ausreichend Licht gespendet. Gegen 17 Uhr ging es weiter nach Kingston und von dort aus haben Raquel und ich den Bus zurück nach Toronto genommen, wo wir bei 30°C von heftigen Schauern empfangen wurden, im Financial District, die Atmosphäre hätte kaum besser sein können. Nachdem ich Torontos Times Square (jedenfalls erinnert mich Yonge-Dundas Square an New Yorks Times Square) bewundert habe, ging es ab nach Hause. So gegen 0.30 Uhr gabs dann noch eine heiße Schokolade - warum nicht!?Aus dem inzwischen etwas kühlerem Toronto grüße ich euch herzlichst. Meine Blog-Einträge mit der aktuellen Wetterlage abzuschließen, stört hoffentlich niemanden! Ich sage nur, warum nicht!?
Freitag, 5. Oktober 2007
Im Dienste transatlantischer Beziehungen
park Ontarios: Algonquin. Darüber später mehr! Zurück zum Workshop. Neben der kleinen Geldspritze, kulinarischen Leckereien, ehrwürdigen Räumlichkeiten ganz im Stile von Oxford und Cambridge, hatte der Workshop auch interessante Inhalte zu bieten. Folgende Kernidee wurde besprochen: die Einrichtung transatlantischer Studiengänge, die Studierenden einen dualen Studienabschluss ermöglichen, der in beiden Ländern (einem Europäischen und einem Nordamerikanischen) anerkannt wird und somit dem zukünftigen Arbeinehmer die Türen beider Arbeitsmärkte öffnet. Keine schlechte Idee, fragt sich nur, wie man bürokratische Hürden überwindet. Darüber hinaus bleibt die Frage nach der Finanzierung im Raum. Es gibt Leute, die meinen, dass Mama und Papa es schon richten werden. Keine Frage, bestimmt würden sie es gerne tun, aber zwischen würden gerne und der Umsetzung liegen nun einmal Welten. Tja, mal sehen, was so auf uns zu kommen wird, als zukünftige Eltern ... . Aber wir haben ja noch Zeit (das schreibe ich zur allgemeinen Beruhigung ;-). Oh je, ernste Themen an diesem lauen Herbstabend. Um die Thematik abzuschließen, ich glaube, wir sollten uns gen Osten orientieren, immer wieder diese transatlantischen Beziehungen, das ist doch längst nicht mehr "in fashion", oder? Das soll natürlich nicht heißen, das mir nichts an transatlantischen Beziehungen liegen würde, ganz im Gegenteil, ich fühle mich wirklich wohl hier drüben und "Toronto is definitely worth a visit!" Also, schaut doch mal vorbei!
eure Conny
Dienstag, 25. September 2007
"Im Westen viel Neues"
eben durfte, frage ich mich, ob ich überhaupt schreiben sollte (ich zweifle gerade an meiner Kompetenz). Der Titel seiner Rede: "The Amazing Race: Social Responsibility, House Construction and a Bottle of Water", den ich bis zum heutigen Tag nicht vergessen habe, scheint schlicht und einfach verwirrend. Die Rede war jedoch alles andere als verwirrend, vielmehr inspirierend, rhetorisch genial, logisch struktuiert, etc. Ich könnte Stunden lang schwärmen. Trotz der Ernsthaftigkeit des Themas, es ging grob gesagt um das mangelnde Umweltbewusstsein in unserer Gesellschaft, war es eine Rede voller Humor. Eben dieses Element findet man häufig in Native American Literature. Humor dient der Heilung. Wer Lust hat, eine andere Welt kennen zu lernen, sollte sich diese Literatur nicht entgehen lassen, es lohnt sich! Thomas King zählt übrigens zu den bedeutendsten Native American Schriftstellern in der kanadischen Literatur.Montag, 10. September 2007
Kuriose Begegnungen und sonstige Erlebnisse
rasilianischen Bar im „Little Italy“ von Toronto um argentinischen Tango zu tanzen, wenn das nicht Schicksal ist!? Ciril arbeitet gerade an seinem Ph.D. in Chemie, allerdings nicht in Toronto sondern in Rochester in New York State, etwa 4 Autostunden entfernt von hier. In zwei Wochen wird er wieder kommen und ich bin gespannt wie es wohl weiter geht mit den beiden! Übrigens durfte ich dieses Paar gestern life erleben: Karina Guillen und Luciano Brigante, zwei Stars der argentinischen Tangowelt (http://www.youtube.com/watch?v=VCf_7wsbs9k).Am Samstag habe ich die Gunst der Stunde genutzt und mir frühs um 9 Uhr „Control“ angeschaut (http://www.controlthemovie.com/img/control_photo.gif), einer der vielen Filme, die in diesen Tagen auf dem Toronto Film Festival präsentiert werden. „Control“ hat bereits einige Auszeichnungen erhalten, etwa als bester europäischer Film auf dem Filmfestival in Cannes. Er porträtiert den Sänger der Post-Punkt Band Joy Division, der sich 1980 das Leben genommen hat. Zugegeben, die Musik fällt nicht unter die Rubrik „gefällt mir“, aber der Film ist trotzdem sehenswert: beeindruckende Schwarz-Weiß-Aufnahmen und so viel Menschlichkeit. Das also mein Filmtipp der Woche J. Während ich in der Schlange stand, habe ich Bekanntschaft mit Mark geschlossen (in Kanada ein ähnlich populärer Name wie John oder David in England), der mir später noch eine kleine Tour durch Queens Str. (hier geht die Jugend zum Shopping) und Kensington Market gegeben hat, sowie einen Geheimtipp für günstiges Sushi. Nach so langer Zeit hab ich diese Delikatesse ganz besonders genossen. Noch am selben Abend war ich zu einem Barbecue eingeladen, organisiert von Mark Webber, dem ehemaligen Leiter des Canadian Centre for German and European Studies, wo ich in den kommenden acht Monaten meine Brötchen verdienen werde. Auf diese Weise durfte ich mir schon einen Eindruck von meinen zukünftigen Kollegen verschaffen, die überwiegend aus Deutschland stammen. Die deutsche Sprache dürfte somit nicht in Vergessenheit geraten! Zu späterer Stu
nde war ich mit Olga verabredet, in der Hoffnung, einen Blick auf den ein oder anderen Star werfen zu dürfen. Alles was wir jedoch gesehen haben, waren Stretchlimousinen, den ein oder anderen blank geputzten Porsche und die Ferraris ließen auch nicht lange auf sich warten. Mein Fazit: „Mehr Schein als Sein“.Und was gibt’s in Sachen Uni neues? Nun ja, so einiges! Ich darf endlich Forschung betreiben, in einem riesig angelegten Projekt zum Thema Zweisprachigkeit. Leiterin ist eine international bekannte Wissenschaftlerin, Ellen Bialystok und ich kanns kaum erwarten. Hinzu kommt die Arbeit im Centre sowie drei Kurse an der Uni: „International Relation Theories“, „Post-colonial Writing in Canada“ und „Psycholinguistics“. Möglicherweise auch noch einen Französischkurs, aber ob das die Zeit erlaubt steht zur Zeit noch in den Sternen. Ihr könnt euch kaum vorstellen, was man hier an Geld für Kursmaterialien ausgeben muss. Dementsprechend intensiv werden sich wohl auch die Seminare gestalten. Es sieht so aus, als werde ich bald sehr viel Zeit auf dem Campus verbringen, endlich wieder Arbeit!
Freitag, 31. August 2007
Intro
Dienstag (21.8.07) habe ich die Zeit genutzt, um Organisatorisches zu klären: über meinen Stundenplan bis hin zur Eröffnung eines kanadischen Kontos, und meine Umgebung zu erkunden. Alleine meine Unterkunft bietet hier ausreichend Spielraum. Ich wohne im Hause einer englischen Hobbyschriftstellerin. Ihr Interesse für Bücher und Filme ist kaum zu übersehen. Die Regale sind gefüllt mit Weltliteratur. Da es mir wohl kaum gelingen wird, diese Schätze zu ignorieren, werde ich euch vielleicht hin und wieder den ein oder anderen Buchtipp geben.
teren Teil. Das Licht kommt übrigens aus einem kleinen Badezimmer, was mir ebenfalls zur Verfügung steht. An dieser Stelle möchte ich meinen kleinen Rundgang durch dieses ältere Häuschen im typisch nordamerikanischen Großstadtstil beenden. Wer weiß, vielleicht kommt der ein oder andere von euch mal vorbei und schaut es sich persönlich an. So viel für den Anfang. Ich hoffe, euch allen geht es gut und ihr könnt die letzten Atemzüge des Sommers noch ein wenig genießen!
Cheers.




